Saisonauftakt auf Mallorca: Der Triathlon Portocolom ist auch 2026 seinem Ruf als früher Formtest im europäischen Rennkalender gerecht geworden. Rund 600 Athletinnen und Athleten gingen bei der 28. Ausgabe über die Distanzen 55,5 und 111 Kilometer an den Start und mussten dabei vor allem mit böigem Wind kämpfen.
Trotz anspruchsvoller Bedingungen bekamen die Zuschauer in Felanitx einmal mehr hochklassigen Triathlonsport geboten.
Fotos: Rafa Babot / Portocolom Triathlon
Schnödewind kontrolliert das Rennen
Bei den Männern knüpfte Lukas Schnödewind an seinen Erfolg aus dem Jahr 2024 an. Der Deutsche übernahm im Radsegment die Kontrolle über das Rennen und ließ sich die Führung bis ins Ziel nicht mehr nehmen.
Hinter ihm zeigte Jaume Florit ein starkes Rennen und sicherte sich Rang zwei. Der Mallorquiner hatte im vergangenen Jahr noch die Kurzdistanz gewonnen. Komplettiert wurde das Podium vom Schweizer Michael Pfanner, der nur knapp hinter Florit ins Ziel kam.
Lukas Schnödewind, Foto: Rafa Babot / Portocolom Triathlon
Nicole Müller wird Dritte
Auf der 111-Distanz war es die Belgierin Alexandra Tondeur, die sich nach mehreren Podiumsplätzen endlich den Sieg sichern konnte. In einem engen Rennen ließ sie der Schweizerin Corina Hengartner kaum Spielraum und setzte sich am Ende mit nur 41 Sekunden Vorsprung durch.
Auch dahinter blieb es international: Die Deutsche Nicole Müller komplettierte das Podium, während Beatriz García als beste Spanierin den fünften Gesamtrang belegte.
Alexandra Tondeur, Foto: Rafa Babot / Portocolom Triathlon
Koivula und Rossignon vorne über 55,5 km
Auch auf der kürzeren Distanz ging es eng zu. Bei den Frauen setzte sich Venla Koivula durch und verwies die Mallorquinerin Victoria Benavides auf Platz zwei, die damit ihren dritten Sieg in Folge knapp verpasste. Rang drei ging an Sonja Schloemer.
Im Männerrennen entschied Adrien Rossignon das Duell um den Sieg denkbar knapp für sich. Nur eine Sekunde dahinter folgte Sebastiá Gelabert auf Rang zwei, Jorge Morcillo wurde Dritter.
oben: Venla Koivula, unten: Adrien Rossignon, Fotos: Rafa Babot / Portocolom Triathlon
Anpassung der Radstrecke
Wegen der vorhergesagten Windböen griff die Organisation kurzfristig in die Streckenführung ein: Die Passage über den Sant Salvador wurde gestrichen, stattdessen verkürzte man jede Radrunde um zehn Kilometer.
Eine Maßnahme, die sich als sinnvoll erwies – ohne dass der sportliche Wert des Rennens darunter litt.
Bewährtes Format zum Saisonstart
Der Triathlon Portocolom bleibt mit seinem besonderen Format ein fester Bestandteil des europäischen Frühjahrs. Die 111-Distanz umfasst 1.000 Meter Schwimmen, traditionell rund 100 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen, während die 55,5-Variante genau die Hälfte bietet.
Start, Wechselzone und Ziel liegen zentral im Club Náutic in der Bucht von Portocolom – eine Kulisse, die den Charakter dieses Rennens seit Jahren prägt.
Fotos: Rafa Babot / Portocolom Triathlon
Ergebnisse 111km-Distanz
HERREN
- Lukas Schnödewind - 2:56:46
- Jaume Florit - 3:00:36
- Michael Pfanner - 3:01:01
DAMEN
- Alexandra Tondeur - 3:18:31
- Corina Hengartner - 3:19:10
- Nicole Müller - 3:43:12
Ergebnisse 55,5km-Distanz
HERREN
- Adrien Rossignon - 1:31:44
- Sebastiá Gelabert - 1:31:45
- Jorge Morcillo - 3:43:12
DAMEN
- Venla Koivula - 1:45:09
- Victoria Benavides - 1:47:25
- Sonja Schloemer - 1:52:49


















